Bundesjugend im DSB e.V.
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BuJu Skifreizeit vom 12.02.2005 bis 19.02.2005

Schifoan

"Am Freitag auf'd Nacht montier i di Schi
Auf mei Auto und dann begiab i mi
In's Stubai-Tal oder noch Zell am See
Weil durt auf die Berg o'm hom's immer an leiwandn Schnee"

So singt Wolfgang Ambros in seinem Song "Schifoan". Und wir, wir ließen uns seinen Wunsch Befehl sein und machten uns auf den Weg nach Zell am See in Österreich, wo die Bundesjugend Deutschland vom 12.02.2005 bis zum 19.02.2005 eine Skifreizeit für Schwerhörige und Ertaubte anbot. Zwar reisten wir erst an einem Samstag an und die meisten von uns auch nur mit der Bahn - aber "Schifoan" wollten wir auch!

Wir, das waren 26 hörbehinderte Skibegeisterte aus allen Regionen Deutschlands. Nordlichter, Ruhrpöttler, Berliner, Bayern… Ja, sogar vier Kleinfamilien hatten den Weg nach Zell am See gefunden!

Und wir sollten nicht enttäuscht werden: Denn Zell am See befindet sich inmitten der österreichischen Alpen und bietet daher geradezu ideale Bedingungen für Skifahrer! Zwei riesige Skigebiete, 130 Pistenkilometer, 57 Seilbahnanlagen und Liftanlagen, befinden sich direkt neben dem Ort. Zum einen die Schmittenhöhe, 2000m, zum anderen das Kitzsteinhorn 3203m. Beide bieten eine Vielzahl von Abfahrten und Pisten, welche sich als äußerst abwechslungsreich und interessant entpuppen. Insbesondere das Kitzsteinhorn mit seinen Gletscherhängen war ein echtes Erlebnis!

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir uns Tag für Tag schon morgens auf die "Brettl" schwangen, um diese tollen Abfahrten möglichst lang genießen zu können! Für die Skianfänger unter uns wurde ein Skikurs angeboten, welcher von einer gebärdensprachkompetenten Skilehrerin durchgeführt wurde. Andere hingegen versuchten sich am Snowboardfahren und wieder andere ließen es lockerer angehen und nutzten die Loipe. Auch dem Rodellift im Nachbarort statteten wir einen Besuch ab.

So vergingen die Tage im Fluge. Tagsüber waren wir auf der Piste, abends dann in unserer Hütte, wo wir den Tag ganz entspannt bei Kartenspielen, Gesprächen und einem Bier ausklingen ließen oder man hatte als Küchendienst den ganzen Abend mit der Spülmaschine zu kämpfen. "grins"

Das Wetter war uns in diesen Tagen leider nicht ganz so hold. Zwar konnten wir uns über mangelnden Schnee kaum beklagen, aber genau deswegen waren die Sichtverhältnisse auf den Pisten eher bescheiden. Nur am letzten Tag konnte man auf den Gletscherhängen des Kitzsteinhorns bei azurblauem Himmel und Sonnenschein Skifahren. Da man sich statt unter den schneebringenden Wolken, über diesen befand.

Leider müssen wir abschließend aber auch noch einen "Kollateralschaden" vermelden: Denn einer der Teilnehmer stürzte so unglücklich, dass er sich den Arm auskugelte und an Skifahren dann erst mal nicht mehr zu denken war.

Skifahren ist böse!

Aber das kann uns nicht schrecken, oder?! Weil es hat Spaß gemacht mit euch allen, Leute!! Ich hoffe, man sieht sich nächstes Jahr!!

Denn wie sagte es auch Ambros so treffend:

"Und wann der Schnee staubt und wann die Sunn scheint
Dann hob' i olles Glück in mir vereint
I steh' am Gipfel schau obi ins Toi
A jeder is glicklich, a jeder fühlt si woi"

geschrieben von Silvio Philipp aus München

...und in der Zwischenzeit taut der Schnee und der Frühling naht.
Die Schneemänner schmelzen vor sich hin

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