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Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) ist eine der großen
Behinderten-Selbsthilfe-Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland und zugleich auch
eine der ältesten. Der erste örtliche Verein wurde im Jahre 1901 von Freifrau Margarethe
von Witzleben in Berlin gegründet. Nach ihr wurde die noch heute bestehende höchste
Auszeichnung des DSB, die Margarethe-von-Witzleben-Medaille, benannt, die für
herausragenden Einsatz zum Wohl ertaubter und schwerhöriger Menschen verliehen wird. Der
DSB vertritt als bundesweit arbeitende Selbsthilfeorganisation die Interessen
schwerhöriger und ertaubter Menschen in sozialer, medizinischer, technischer und
rechtlicher Hinsicht.
Nach der Vereinigung mit dem Bund der Schwerhörigen der ehemaligen DDR am 2. Mai 1991 ist unser
Verband in allen Bundesländern vertreten. Die Geschäftsstelle des DSB befindet sich
zentral in Berlin. Nach wie vor starken Zulauf verzeichnen unsere Hörberatungs- und
Informationszentren in vielen Städten, sowie zahlreiche Beratungsstellen auf kommunaler
Ebene, die in den letzten Jahren aufgebaut wurden und die ständig erweitert werden.
Allein die reichhaltigen Angebote der Ortsvereine lohnen eine Mitgliedschaft. Es gibt z.B.
in zahlreichen Ortsvereinen vielfältige sportliche Aktivitäten,
Informationsveranstaltungen, geselliges Beisammensein und Ausflüge. Hier hat man auch die
Möglichkeit, mit ebenfalls Betroffenen über seine Sorgen und Probleme zu sprechen und
wichtige Hinweise zu deren Bewältigung zu bekommen. Man sollte nicht denken, dass
Schwerhörigkeit nur eine Frage des Alters ist. Immer mehr Menschen jeden Alters und aller
Bevölkerungsschichten werden durch Lärmeinwirkungen im Beruf und in der Freizeit, aber
auch durch plötzliche Krankheit schwerhörig oder ertauben sogar.
Wir bieten im DSB durch eigene oder von uns unterstützte Rehabilitationsmaßnahmen wirksame Hilfe zur Selbsthilfe an.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es in der
Bundesrepublik Deutschland ca. 14 Millionen Hörbehinderte gibt (davon rd. 2,5 Mio
Hörgeräteträger), ist der Mitgliederstand des DSB relativ gering. Dies hat zwei
Hauptgründe: zum einen bekennen sich sehr viele Menschen nicht zu ihrer Hörbehinderung,
scheuen sich oft auch, eine Hörhilfe zu tragen, und zum anderen, weil die Bedeutung des
Deutschen Schwerhörigenbundes und seiner Ortsvereine unterschätzt wird. Doch die durch
allein ehrenamtliche Tätigkeit erzielten Erfolge unseres Verbandes sind beachtenswert und
kommen letztlich allen Hörbehinderten zugute.
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