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Aus der Aufgabenstellung ergeben sich nicht nur bestimmte Schwerpunkte
für die Arbeit des DSB, sondern auch klare Perspektiven für die künftige Arbeit. Wie
jede andere Interessenvertretung auch, muß sich der DSB ständig auf neue Situationen
einstellen und aktuell auf bestimmte Sachverhalte, die Schwerhörige und Ertaubte
betreffen, reagieren. Besonders im technischen Bereich ist eine solche Aktualität
notwendig, wenn man nur an das sich ständig wandelnde Angebot auf dem Hörgerätemarkt
denkt. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, hat der DSB eine kompetente Technikkommission berufen, die sehr aktiv ist. Sie vermittelt
nicht nur Informationen, sondern verfügt auch über gute Kontakte zu den Herstellern von
Hör- und Hilfsmitteln sowie zu den Hörgeräte-Akustikern.
Ebenso aktuell wie das
Wissen um die Hörtechnik müssen die Rehabilitationsangebote für Schwerhörige und Ertaubte sein. In der
Vergangenheit hat der DSB zusammen mit dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein im
Institut für berufsbegleitende Aus- und Fortbildung (IBAF) in Rendsburg die Möglichkeit
vierwöchiger Reha-Maßnahmen für Hörgeschädigte geschaffen. Diese Maßnahmen nutzt der
DSB auch, um sich als Verband vorzustellen und sich als Anlaufpunkt anzubieten. Auf
Initiative des DSB konnte auch erreicht werden, daß in Bad Berleburg durch Einsatz
notwendiger Hilfsmittel in den Kuranstalten hörbehindertengerechte Kuren möglich sind.
Seit 1987 besteht auch die Möglichkeit, psychotherapeutische Maßnahmen für
Schwerhörige, Ertaubte und Gehörlose zu nutzen.
Die ständig steigende Zahl Hörbehinderter erfordert aber noch zusätzliche Maßnahmenzum Erhalt oder zur Verbessserung ihrer Kommunikationsfähigkeit. Deshalb werden
z.Zt. große Anstrengungen unternommen, Hörgeschädigten durch qualifizierte
Kommunikationstrainer ein notwendiges und durch die Krankenkassen gefördertes
Kommunikationstraining anzubieten. Es ist überhaupt eine der wichtigsten Aufgaben des
DSB, künftig noch mehr als bisher durch gezielte Aktionen die Öffentlichkeit über die
Probleme der Schwerhörigkeit und Ertaubung aufzuklären, um damit gleichzeitig zur Verbesserung der
Situation des betroffenen Personenkreises beizutragen. Hierbei ist die Präsenz des DSB im
Internet ein wichtiges und wirksames Mittel.
Einen großen Erfolg konnte der DSB in diesem Zusammenhang 1994 mit der Schweizer
Ausstellung "Geheimnis Ohr" verbuchen und einen wichtigen Beitrag zur
Prävention von Hörschäden leisten. Die Öffentlichkeitsarbeit wird also nach wie vor
einen breiten Raum bei den DSB-Aktivitäten einnehmen. Weit mehr als bisher wird es darauf
ankommen, regional und überregional, fachbezogene Initiativen zu starten, um auf die
Probleme der Hörgeschädigten aufmerksam zu machen und andererseits den DSB als
Bundesverband und Interessenvertreter aller Schwerhörigen und Ertaubten zu profilieren.
Der DSB will nicht nur Ärzte und Akustiker für sich gewinnen, sondern auch Arbeitgeber ansprechen,
um die Versorgung von Hörgeschädigten mit Arbeitsplätzen zu verbessern.
Ebenso notwendig ist der weitere Ausbau von Kontakten mit den Krankenkassen. Im
politischen Bereich wird der DSB alle Möglichkeiten nutzen, die dem Satzungszweck
dienlich sind. Besonderes Gewicht kommt dabei auch - vor dem Hintergrund des Europäischen
Binnenmarktes - der Mitwirkung des DSB im europäischen Schwerhörigenbund, der
IFHOH-Europe zu. Er wird wie bisher jedoch auch hinsichtlich der "europäischen
Bemühungen" bespielsweise des DPWV, der BAGH oder auch des VdK aktiv sein, um die
Interessen Schwerhöriger und Ertaubter dort einzubringen.
Schließlich wird der DSB intensiv dafür arbeiten, daß Hilfsmittel, wie
Schreibtelefone und Lichtklingelanlagen, von den Leistungsträgern kostenmäßig
übernommen werden und zwar als anerkannte Hilfsmittel und nicht im Rahmen einer
Ermessensentscheidung. Außerdem ist der DSB besonders gefordert, weitere nachteilige
Vorschriften für Behinderte im Schwerbehindertengesetz, aber auch in anderen Gesetzen zu
verhindern. Das gilt besonders auch im Bereich der sogenannten Gesundheitsreform. Hier wird sich der DSB noch stärker
als bisher bemühen, die Zuzahlungen bei Erwerb von Hörgeräten zu unterbinden oder
wenigstens auf ein sozial verträgliches Maß zu begrenzen.
Wenn Sie weitere Informationen haben möchten,
schreiben Sie uns.
Gerne schicken wir Ihnen unsere Broschüre "Der DSB ist für Sie da - Aufgaben, Organisation, Perspektiven" und ein Faltblatt.
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