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Initiative Kommunikationsassistenz für Hörgeschädigte im Beruf

Berufstätige und Arbeitssuchende schwerhörige und ertaubte Menschen brauchen Assistenz bei der Kommunikation am Arbeitsplatz. Kommunikationsassistenz ermöglicht/erhält diese Teilhabe am Arbeitsleben, ohne in die Aufgaben des Schwerhörigen und Ertaubten einzugreifen.

Seit 2001 ist Arbeitsassistenz für Menschen mit schweren Behinderungen im Sozialgesetzbuch IX als Rechtsanspruch verankert. Reha-Träger und Integrationsämter übernehmen die Kosten für notwendige Assistenz nach Prüfung des individuellen Bedarfs.

Aufgrund des demographischen Wandels und der Änderung der Lebensarbeitszeit wird sich die Zahl der schwerhörigen oder ertaubten Berufstätigen, die Assistenzbedarf benötigen, zukünftig erhöhen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Kommunikation und Flexibilität im Arbeitsleben. Dies bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten für Assistenz. Bislang mangelt es aber an qualifiziert ausgebildeten Arbeitsassistenten für schwerhörige und ertaubte Menschen.

Qualifizierungsinhalte

  • Berufsbild, Leistungs- und Einsatzfelder
  • Arten, Wechselwirkungen und Folgen von Hörschädigungen
  • Hörtaktik: Kommunikationsmethoden und -strategien Hörgeschädigter
  • Theorien, Verfahren und Techniken des Oral- und Schriftdolmetschens
  • EDV- und Schreibtraining
  • Arbeitsplatztechnik und Vorbereitung von Einsätzen
  • Praktika und Hospitationen
  • Selbstmanagement und Rollenverhalten
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen

Voraussetzungen zur Teilnahme

  • sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Bereitschaft zur Arbeit und persönlichen Auseinandersetzung mit hörgeschädigten Menschen
  • schnelles Schreiben auf einer herkömmlichen PC-Tastatur
  • gutes auditives Gedächtnis, gutes Richtungshören, Fähigkeit zum selektiven Hören
  • hohe Konzentrations- und Merkfähigkeit, schnelle Auffassungsgabe, schnelles Reaktionsvermögen
  • hohe soziale Kompetenzen und Empathiefähigkeit

Organisation und Durchführung der Qualifzierung

Der Lehrplan für die Qualifizierung richtet sich nach einem Curriculum, das in einem vom Europäischen Sozialfonds und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Modellprojekt im Jahr 2009 entwickelt wurde. Es werden theoretische und praxisorientierte Module durchgeführt.

Insgesamt stehen für berufsrückkehrende und arbeitslose Frauen und Männer 15 Weiterbildungsplätze zur Verfügung. Die Weiterbildung findet in Berlin für die Dauer von ca. 9 Monaten ab 14.01.2013 in Teilzeit statt.

Die Qualifizierung ist nach den Vorgaben der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZVW) zertifiziert. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. zertifiziert die Teilnehmenden nach erfolgreicher Abschlussprüfung (Prüfungsordnung).

Vermittlung

Die Vermittlungszentrale des Deutschen Schwerhörigenbundes e.V. berät hörgeschädigte Menschen bei der Beantragung einer Arbeitsassistenz in Zusammenarbeit mit Integrationsämtern, Landschaftsverbänden und Integrationsfachdiensten.

Die Vermittlungszentrale unterstützt nach erfolgreichem Qualifizierungsabschluss die Absolventen der Weiterbildung ab Herbst 2013 bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

Kontakt:
Deutscher Schwerhörigenbund e.V. (DSB)
Sophie-Charlotten-Str. 23 A
14059 Berlin
T: 030 - 47 54 11 14
F: 030 - 47 54 11 16
E: gudrun.brendel [@] schwerhoerigen-netz.de


Die erste Maßnahme zur Ausbildung von Arbeits- und Kommunikationsassistenten - im August 2009 in Nordrhein-Westfalen gestartet - hat im Mai 2010 mit der Prüfung den Abschluss gefunden.


Update: 07.04.2014

Kurzadresse für diese Seite: http://www.schwerhoerigen-netz.de/ini.KAB