Kanutour 2002
Früh morgens am 22.09.2002 haben wir uns beim Bergedorfer Kauverleih getroffen, die Boote organisiert und sind dann auch
sehr bald losgefahren. Irgendwie haben wir es ohne größere Probleme geschafft, uns auf insgesamt vier Kanus
aufzuteilen: Das so genannte "Kinderboot" wurde von mir, Katharina und Bettina besetzt, das nächste von
Nicole, Tobias und Christiane, ein weiteres von Bernhard, Manuela und Martin, das letzte von Ines, Thomas
und Sandra. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten mit der Steuerung paddelten wir also fröhlich los, immer
der Bille folgend.
Die Strecke war wirklich schön. Wenn man das Flüsschen vom Ufer aus betrachtet, erscheint es nicht so
idyllisch wie vom Wasser aus. Glattes Wasser, tief hängende Bäume, schilfartige Gewächse am Ufer, es war
"fast wie im Urwald" (Betty). Ab und zu hat jemand die Kurve nicht gekriegt und ist in die Vegetation
gerasselt, aber das hat die Stimmung eher gehoben als beeinträchtigt.
Irgendwann wurde der Fluss flacher und der Untergrund matschiger. Bei einem waghalsigen Manöver (Richtung
Ufer natürlich) blieb mein Paddel im Grund stecken. Echt toll. Ja. Dem Ufer konnten wir logischerweise
nicht mehr ausweichen, weil ich hinten saß und steuerte, und das Paddel blieb natürlich stecken. Allgemeines
Gelächter. Und Ines bestand darauf, den Zwischenfall in diesem Bericht wiederzufinden.
Nach über zwei Stunden Fahrt auf der teilweise dschungelartig überwachsenen Bille, bei der wir des öfteren
tiefen Ästen und treibenden Baumstämmen ausweichen mussten, ging es irgendwann nicht mehr weiter.
Der Fluss wurde kurz vor einer Brücke durch flaches Wasser und starke Strömung unpassierbar per Kanu,
und so beschlossen wir erst mal eine Pause einzulegen. Das Wetter hatte sich in der Zwischenzeit gebessert,
es war sonnig und schon fast warm. Es wurden Lunchpakete ausgepackt und angefangen zu essen. Paddeln
macht hungrig. Man unterhielt sich prächtig für die nächste Dreiviertelstunde, dann wurde wieder abgelegt
und derselbe Weg zurück eingeschlagen. Nach etwas weniger Zeit - schließlich hatte man mittlerweile den
Dreh einigermaßen heraus - gelangten wir wieder am Kanuverleih an, paddelten noch so weit es ging in die
andere Richtung weiter und mussten nach zwanzig Minuten wieder umkehren, weil vor der Serrahnbrücke dann
Schluss war.
Abschließend sind wir noch ein Eis essen gegangen und beschlossen, dass das auf jeden Fall wiederholt wird.
(mp)