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Deutscher Schwerhörigenbund e. V.

IFHOH zum internationalen Tag der Behinderten

Internationaler Verband der Schwerhörigen (IFHOH)

Pressemitteilung

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen ruft der Internationale Verband der Schwerhörigen (IFHOH) die Regierungen und alle Teile der Gesellschaft dazu auf, ihre Richtlinien und Verfahren zu überprüfen, um sicherzustellen, dass hörgeschädigten und ertaubten Menschen volle Teilhabe ermöglicht wird und sie nicht zurückgelassen werden.

Laut IFHOH-Präsidentin Dr. Ruth Warick ist eine Gesellschaft nur nachhaltig, wenn alle ihre Mitglieder gleich behandelt werden. "Gleichberechtigung ist eine fundamentale Notwendigkeit, um eine transformierte, nachhaltige und widerstandsfähige Gesellschaft zu schaffen."

Der IFHOH kennt viele Beispiele, bei denen Schwerhörige und Ertaubte auf Hilfen wie Hörgeräte, Cochlea-Implantate, Untertitelung in Rundfunkmedien und in Besprechungen, Hörschleifen und andere Arten von Unterstützung verzichten müssen. Regierungen und alle Teile der Gesellschaft müssen sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen einsetzen und sich an Artikel 5 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) halten, die sich mit Gleichheit und Nichtdiskriminierung befasst , so Warick.

Der IFHOH werde sich weiterhin für die Rechte von Personen mit Hörverlust einsetzen und dem UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen als Antwort auf seine Aufforderung zur Stellungnahme zu Artikel 5 ein Dokument vorlegen.

In der Antwort wird betont, wie wichtig technische, menschliche und andere Unterstützung für die Gemeinschaft der Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ist sowie die Notwendigkeit der Nichtdiskriminierung in allen Aspekten, einschließlich Bildung, Beschäftigung und Bereitstellung von Dienstleistungen.

Der IFHOH ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die die Interessen von mehr als 360 Millionen Menschen mit Hörbeeinträchtigungen weltweit vertritt. Dies schließt spät ertaubte Erwachsene, Anwender von Cochlea-Implantaten und Menschen mit Tinnitus, Morbus Meniere, Hyperakusis und Störungen der auditorischen Verarbeitung ein.

Der IFHOH hat über 40 nationale Mitgliedsorganisationen aus den meisten Regionen der Welt, die gemeinsam mit dem IFHOH und dem Europäischen Verband der Schwerhörigen (EFHOH) daran arbeiten, dass die mit einem Hörverlust verbunden Probleme besser verstanden werden und die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zu verbessern.

 

(Übersetzung Joachim Seuling, DSB)