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Deutscher Schwerhörigenbund e. V.

Stand der CI-Versorgung in Österreich

In Österreich wurde im Jahr 2018 bei einer Einwohnerzahl von 8,75 Mill. Menschen jedes 1000-te Kind taub geboren. Laut Statistik der EFHOH – European Federation of Hard of Hearing People – sind 10% der Bevölkerung schwerhörig oder ertaubt. Bei den über 65-jährigen sind es 18%.

Jährlich werden ca. 400 CI-Operationen durchgeführt. Die Kosten werden aus den Länderbudgets komplett von den Krankenhäusern übernommen. Nach einer Nutzungsdauer von 7 Jahren profitiert man im Regelfall von einem Austausch auf eine neue Prozessortechnologie. Alle 7 Jahre kann eine Prozessor Neuversorgung bei der Krankenkasse beantragt werden. Die Notwendigkeit des beidseitigen Hörens und damit im Bedarfsfall einer beidseitigen CI-Versorgung ist inzwischen ohne Einschränkung anerkannt.

Die implantierenden Kliniken tragen die Verantwortung für den gesamten Versorgungsprozess der Patienten. Dieser erstreckt sich von der präoperativen Betreuung und Beratung über die Implantation bis hin zur postoperativen Basis- und Folgetherapie und endet mit der lebenslangen Nachsorge.

Es gibt derzeit 13 Krankenhäuser, die CI-Operationen und Versorgungen durchführen. CI-Implantate aller Hersteller sind dabei vertreten. Den größten Marktanteil hat der österreichische Hersteller Med-El, gefolgt von Cochlear und AB. Die Patienten haben die freie Klinik- und Produktwahl.

Den technischen Service bieten verschiedene Service Partner  österreichweit an.

Ansprechpartnerin:
Renate Welter
renate.welter(@)schwerhoerigen-netz.de

Update: 28. September 2020
Kurzadresse für diese Seite:
www.schwerhoerigen-netz.de/ci-versorgung-stand-oesterreich