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Deutscher Schwerhörigenbund e. V.

Ehrungen

Träger der Margarethe-von-Witzleben-Medaille

Die Margarethe-von-Witzleben-Medaille ist die höchste Auszeichnung des DSB. Sie wird nur an Persönlichkeiten verliehen, deren idealistisches oder professionelles Lebensziel die Arbeit im Dienste der hörgeschädigten Menschen ist. Nur zehn lebende Persönlichkeiten dürfen Träger dieser Medaille sein.

 

Paul Hemmert (ca. 1990)

Als Paul Hemmert mit 25 Jahren schwerhörig wurde, führte ihn dies zur Schwerhörigenbewegung. Im Laufe der Jahre setzte er sich in vielen Bereichen für Schwerhörige ein, sei es in Oberhausen, sei es als Landesvorsitzender von Deutscher Schwerhörigenbund - Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. oder als Stellvertretender Vorsitzender in der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V. 

 

Fritz-Bernd Kneisel (Schwerhörigenverein Berlin, 1995)

Selbst seit früher Kindheit schwerhörig, wurde Fritz-Bernd Kneisel 1964 Mitglied der ältesten Selbsthilfeorganisation für Schwerhörige und Ertaubte, dem Schwerhörigen-Verein Berlin e.V. Im Jahr 1975 wählten ihn die Mitglieder zum Vorsitzenden. Seit dieser Zeit engagierte er sich unermüdlich – auch auf der Bundesebene - im Deutschen Schwerhörigenbund e.V. Er lebte das Motto des Berliner Vereins: „Jeder Hörbehinderte hat das Recht auf die ihm gemäße Kommunikationsform“. 1975 wurde Fritz-Bernd Kneisel Vorsitzender des Sozialwerks der Hörgeschädigten Berlin e.V. mit den Schwerpunkten: Soziale Beratung Hörgeschädigter, Durchführung von Abseh- und Gebärdensprachkursen (LBG), Hilfsmittelberatung.

 

Prof. Dr. Peter Plath (2001)

Herr Professor Dr. med. Peter Plath beschäftigte sich als Ärztlicher Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Chefarzt des Prosper-Hospitals Recklinghausen und als Professor der Ruhr-Universität Bochum intensiv mit Hörschäden. Er publizierte mehrere Standardwerke in der HNO-Medizin. Dazu gehören u.a. ein Lexikon der Hörschäden, Hörorgan und seine Funktionen, Ton- und Sprachgehör, Lärmschäden des Gehörs und ein HNO-Ratgeber für den praktischen Arzt.  

 

Bruder Willibald Wagenbach (2004)

Margarethe von Witzleben versuchte, schwerhörigen und ertaubten Mitmenschen Wege zu weisen, wie sie ihre kommunikative Behinderung in der Gemeinschaft ausleben können. In ihrem Sinn wirkte Bruder Willibald Wagenbach. Er wurde als Soldat bei einem Bombenangriff zunächst schwerhörig und dann ertaubt. Nun stellte er sein Leben in den Dienst an Mitbetroffenen und machte sehr vielen auf stille und bescheidene Weise immer neu Mut. Seine Warmherzigkeit und sein Optimismus machten ihn zu einem Vorbild. Vor Jahrzehnten stellte er mit viel Mühe und Sorgfalt Unterlagen zum Lehren und Erlernen des Absehens zusammen. Dieses Werk ist durch die ganzen Absehlern-Generationen hindurch zu DEM Standardwerk geworden. Auch die Absehtrainer im 21. Jahrhundert stützen sich auf dieses Werk. Selbst in seinem hohen Alter erarbeitete er noch ein Faksimile und stimmte der Erfassung für das Internet zu. Auch ermöglichte er für den DSB Willy Sprenger, dass die Übungsleiterkurse des DSB in Vallendar stattfinden konnten. Für Schwerhörige und Ertaubte führte er religiöse Besinnungstage durch.

 

Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte (2011)

Frau Professor Dr. Christa Schlenker-Schulte übernahm nach dem Studium der Grund- und Hauptschulpädagogik, Sonderpädagogik mit den Fächern Gehörlosenpädagogik und Sprachbehindertenpädagogik und nach ihrer Berufstätigkeit als Lehrerin an Sprachbehindertenschulen von 1997 bis 2016 die Professur für Sprachbehindertenpädagogik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Seit 1998 war sie ebenda Leiterin der Forschungsstelle zur Rehabilitation von Menschen mit kommunikativer Behinderung. Als Fachliche Leiterin des Ambulatoriums Sprach- und Sprechtherapie setzte sie sich intensiv mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Redeflussstörungen, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Spätertaubung auseinander. In ihren zahlreichen Publikationen behandelte sie unter anderem auch sozialrechtliche und Arbeitsplatzprobleme der Hörbehinderten.

 

Ehrungen für das Lebenswerk

Die folgenden Persönlichkeiten, die sich als Mitglieder in Ortsvereinen oder Landesverbänden über viele Jahre durch beispielgebende Engagements und spezielle Leistungen verdient gemacht haben, wurden mit der Ehrenurkunde für das Lebenswerk gewürdigt.

 

  • Wilfried Ring, (DSB Ortsverein Bonn, 2014)
  • Gudrun Heller-Richter, (DSB Ortsverein Cottbus, 2015)
  • Fritz Bernd Kneisel, (Schwerhörigenverein Berlin, 2015)
  • Irmgard Schauffler, (DSB Ortsverein Stuttgart, 2015)
  • Ingelore Stephan, (DSB Ortsverein Essen, 2017)

 

 

Update: 11. Oktober 2017
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